Highlights & Abseits (Oktober 2024)
Reisezeitraum: 16. Oktober – 02. November 2024
Route: Windhoek – Sossusvlei – Swakopmund – Brandberg/Ugab – Palmwag/Hoanib – Etosha
Unsere Tour im Oktober stand unter dem Motto „Highlights & Abseits“. In unserer kleinen, familiären Gruppe von insgesamt sechs Personen wollten wir nicht nur die bekannten Postkartenmotive Namibias sehen, sondern mit unseren Geländewagen auch tief in die abgelegenen Gebiete vordringen. Die Mischung aus Offroad-Abenteuer, Wild Camping und komfortablen Lodges machte diese Reise besonders.
Startschuss und Training
Nach der Ankunft in Windhoek und einem entspannten Akklimatisieren starteten wir traditionell mit einem Abendessen im legendären Joe’s Beerhouse. Doch bevor es in die echte Wildnis ging, stand Lernen auf dem Programm. Auf der Ababis Gästefarm absolvierten wir ein zertifiziertes Offroad-Training. Theorie ist gut, Praxis im Sand und Geröll ist besser – hier lernten wir unsere Fahrzeuge und Fähigkeiten erst richtig kennen, was für die kommenden Tage essenziell war.
Von roten Dünen zur Einsamkeit
Gut vorbereitet ging es in die Namib-Wüste. Wir besuchten das berühmte Sossusvlei und das Dead Vlei. Doch dann verließen wir die ausgetretenen Pfade. Nach einem Stopp für den berühmten Apfelkuchen in Solitaire führte uns die Fahrt nach Mirabib in eine großartige Einsamkeit. Hier, fernab jeglicher Infrastruktur, schlugen wir unser erstes „Wild Camp“ am Felsmassiv auf und kochten gemeinsam am Lagerfeuer.
Nebel, Wüste und „Little Five“
Via Walvis Bay (mit Flamingos in der Lagune) erreichten wir den kühlenden Küstennebel und Swakopmund. Ein Highlight war der Ausflug in die Dünen, wo wir nicht nach den „Big Five“, sondern nach den kleinen Bewohnern suchten: Chamäleons, Geckos und Schlangen.
Abseits der Zivilisation: Messum, Ugab & Damaraland
Nun wurde es „wild“. Wir folgten der Route zum Messum Krater und schlugen unser Camp windgeschützt in der rauen Landschaft auf. Weiter ging es in den Norden zum „Save the Rhino Camp“ am Ugab-Rivier. Die Strecke nach Twyfelfontein war steinig und fordernd – ein echtes Tagesevent. Belohnt wurden wir auf der Mowani Campsite mit einer heißen Dusche aus dem „Donkey“. Im Trockenflussbett des Aba Huab begaben wir uns auf die Suche nach den berühmten Wüstenelefanten.
Im Reich der Wüstenlöwen: Palmwag & Hoanib
Das wohl abenteuerlichste Teilstück führte uns in die Palmwag Konzession. Die Landschaft wirkt hier rau und abweisend, entfaltet aber besonders zum Sonnenuntergang eine unglaubliche Schönheit. Wir fuhren tief hinein in den Flusslauf des Hoanib, immer auf der Suche nach Giraffen, Oryxen und vielleicht sogar den seltenen Wüstenlöwen. Nach den Nächten im Zelt genossen wir den Luxus der Palmwag Lodge umso mehr.
Etosha Finale
Zum Abschluss widmeten wir uns der Tierwelt im Etosha Nationalpark. Wir näherten uns über das Hobatere Roadside Camping im Westen und durchquerten den Park dann bis ins Zentrum. Besonders die Abende am beleuchteten Wasserloch von Okaukuejo sind legendär – hier gaben sich Nashörner, Löwen und Elefanten ein Stelldichein. Unsere letzte Nacht verbrachten wir auf der Vreugde Gästefarm bei Outjo. Bei einer emotionalen Sundowner-Fahrt nahmen wir Abschied von Namibia und einer intensiven Zeit, die uns als Gruppe zusammengeschweißt hat.
Fazit: Vom tiefen Sand der Flussbette bis zur steinigen Palmwag-Region haben wir die Herausforderung bravourös gemeistert. „Highlights & Abseits“ hat gehalten, was es versprach: Wir haben die Ikonen Namibias gesehen, aber das Herz des Landes dort gespürt, wo sonst niemand unterwegs ist.

















































