Vier Zebra-Stuten on Tour: Unser Komfort-Selbstversuch
Wenn wir auf Reisen gehen, dann meistens richtig: Dachzelt, Lagerfeuer und Staub. Doch dieses Mal war alles anders. Wir haben die Komfort-Variante getestet, um neue Unterkünfte und Erlebnisse für unsere Kunden auf Herz und Nieren zu prüfen. Das Ergebnis? Eine Reise voller Überraschungen, außergewöhnlicher Begegnungen und dem Beweis, dass Namibia auch mit festem Dach über dem Kopf ein wildes Abenteuer ist.
Der Start: Von Windhoek in die Wolken der Naukluft
Los ging es im grauen November – und Namibia begrüßte uns fast genauso: mit Regen! Aber für uns kein Problem. Nach einer luxuriösen ersten Nacht im Hotel Am Weinberg (inklusive Chardonnay zur Begrüßung) starteten wir unseren „Good old Troopie“-Ersatz, einen komfortablen Mietwagen von Namibia2Go.
Der Weg führte uns über den spektakulären Spreetshoogte Pass. Oben noch Aussicht, unten dann eine dicke Wolkenschicht. Im Camp Gecko in der Naukluft zeigte sich: Auch wenn das Wetter mal nicht mitspielt, ist die Stimmung in Namibia einzigartig. Mit Humor und Wein wurde auch der graue Himmel über der unendlichen Weite zu einem Erlebnis.
Küsten-Zauber: Robben und Rotoren
An der Küste hatten wir dann richtig Glück: Die Pelican Point Lodge empfing uns bei strahlendem Sonnenschein. Diese Unterkunft ist magisch – isoliert auf einer Landzunge, direkt am Leuchtturm, umgeben von hunderten Robben und Schakalen. Ein Ort, den man spüren muss.
In Swakopmund tauschten wir kurz den Mietwagen gegen andere Perspektiven:
- Kultur hautnah: Die Township-Tour in Mondesa war ein Highlight. Keine bloße Schau, sondern echte Begegnungen, Makalani-Nüsse probieren und viel über die Herero-Traditionen lernen.
- Ab in die Luft: Mit dem Hubschrauber ging es über die Wüste und den Atlantik – eine Perspektive, die süchtig macht.
- Weihnachtsgefühle: Und ja, wer im November durch Swakopmund läuft, kommt an Lametta und Weihnachtsdeko nicht vorbei!
Felsen, Glamping und das „Vergessene Tal“
Wieder im Inland, zeigte sich die Spitzkoppen Lodge von ihrer besten Seite. Die skurrilen Felsformationen im Abendlicht sind einfach unschlagbar. Weiter nördlich im Damaraland testeten wir im Mowani Mountain Camp die neuen Glamping-Zelte (Camp Isa). Unser Fazit: Eine tolle Alternative zur festen Lodge, ohne auf Komfort wie Pool und Pizza-Bar zu verzichten. Der Sundowner dort oben gehört definitiv in unsere Top 3 von ganz Namibia.
Ein absoluter Geheimtipp war das Forgotten Valley. Kein Internet, dafür absolute Stille und eine beeindruckende Landschaft. Mr. Bee führte uns zu den Rosenpapageien und wir genossen es, einfach mal „off the grid“ zu sein. Hier kann man die Welt vergessen.
Etosha mal anders: Entspannung statt Jagd
Richtung Etosha haben wir bewusst Unterkünfte gewählt, die das Safari-Erlebnis entspannter angehen:
- Auf der Ugab Game Farm kamen die Nashörner bis fast vor die Terrasse – näher geht es kaum.
- In der Oberland Lodge (Etosha Süd) genossen wir den Luxus, die Tiere direkt vom Pool aus zu beobachten, statt stundenlang im Auto zu sitzen.
- Die Durchquerung des Parks zur Mushara Lodge brachte uns zwar diesmal keine Elefanten (die versteckten sich im hohen Gras), dafür aber Leopardenspuren direkt vor unserem Chalet!
Das Finale: Farmleben und Wellness
Zum Abschluss zog es uns auf die Farm Avenir – für uns der Inbegriff authentischer namibischer Gastfreundschaft mit Giraffen am Wasserloch. Bevor es zurück in den deutschen Winter ging, ließen wir uns in der Onjala Lodge nochmal komplett „restaurieren“. Eine Massage und ein letzter Gin Tonic waren das perfekte Ende.
Unser Fazit: Diese Tour war anders als unsere gewohnten Camping-Abenteuer, aber jede Minute wert. Wir kommen wieder – und galoppieren jederzeit gerne wieder los!
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