Wet & Wild – Ein grünes Abenteuer durch Namibias Norden (April 2024)
Reisezeitraum: 20. April – 10. Mai 2024 Teilnehmer: 7 Gäste in 4 Fahrzeugen Guides: Maike & Chrigu Route: Windhoek – Etosha – Kavango – Zambezi (Caprivi) – Vic Falls – Khaudum – Windhoek
Wer an Namibia denkt, hat oft rote Dünen und trockene Wüsten vor Augen. Doch unsere „Wet & Wild“ Tour im April 2024 zeigte uns ein ganz anderes, faszinierendes Gesicht des Landes. Kurz nach der Regenzeit präsentierte sich der Norden in üppigem Grün – ein echtes „afrikanisches Abenteuer“, das seinem Namen alle Ehre machte.
Mit einer kleinen, familiären Gruppe von 7 Gästen, verteilt auf insgesamt 4 Geländewagen, starteten wir unsere Expedition in den wilden Norden.
Ankommen und Akklimatisieren
Unser Abenteuer begann entspannt auf der Okapuka Safari Lodge. Nach der Fahrzeugübernahme bei Safari Car Rental war dies der perfekte Ort, um bei einem ersten „Sundowner“ und dem gemeinsamen Abendessen anzukommen. Die Vorfreude war greifbar: 21 Tage Wildnis lagen vor uns.
Etosha: Das große Kino beginnt
Die erste Etappe führte uns gen Norden zum Etosha Safari Camp. Schon die Anreise war ein Genuss, und wir deckten uns im Super Spar in Otjiwarongo noch mit den letzten Vorräten ein. Im Etosha Nationalpark selbst erlebten wir dann die Tierwelt hautnah. Von Okaukuejo aus erkundeten wir die berühmten Wasserlöcher wie Nebrownii und Gemsbokvlakte. Besonders magisch sind die Abende am beleuchteten Wasserloch des Camps – „Wild Cinema“ live. Unsere Durchquerung des Parks nach Osten zum Onguma Bush Camp belohnte uns mit weiteren Sichtungen, bevor wir den Park verließen und den Abend am Lagerfeuer ausklingen ließen.
Ab in den „echten“ Norden: Kavango & Caprivi
Am 5. Tag passierten wir den Veterinärzaun nördlich von Grootfontein – der symbolische Eintritt in das „echte Afrika“. Plötzlich teilten wir uns die Straße mit Eseln, Rindern und Fußgängern. Die Landschaft wandelte sich dramatisch, als wir den Okavango erreichten. Im Simanya Camp und später in der Mahangu Safari Lodge genossen wir das Leben am Fluss. Die Pirschfahrten in der Mahango Core Area und der Buffalo Core Area waren ein Highlight – Elefanten im satten Grün und Flusspferde im Wasser sind ein Kontrastprogramm zur Etosha-Pfanne. Eine Bootstour auf dem Okavango zum Sonnenuntergang durfte natürlich nicht fehlen.
Zambezi & Chobe: Wasserwelten
Weiter ging es Richtung Osten durch den Caprivi-Streifen (heute Zambezi Region). Bei Katima Mulilo wechselten wir vom Okavango an den mächtigen Zambezi. Die Zambezi Mubala Lodge erreichten wir per Bootstransfer – ein Hauch von Luxus inmitten der Flusslandschaft. Dann wurde es „wild“: Die Anfahrt zur Serondela Lodge am Chobe River war aufgrund der vorangegangenen Regenfälle ein kleines Abenteuer für sich, das wir im Konvoi meisterten. Die Lodge selbst, mitten in den Sesheke Flats, bot uns spektakuläre Ausblicke auf die Überflutungsgebiete und die Tierherden am gegenüberliegenden Ufer des Chobe Nationalparks.
Der Donnernde Rauch: Victoria Falls
Ein absolutes Muss war der Abstecher nach Simbabwe. Per Boot und Transfer ging es zu den Victoria Fällen. Der Wasserstand war im April ideal, und die Gischt des „Mosi-oa-Tunya“ machte uns ordentlich nass – ein unvergessliches Erlebnis. Wir übernachteten in der Shongwe Lookout Lodge und genossen die Atmosphäre dieses historischen Ortes.
Zurück in die Wildnis: Kwando & Khaudum
Nach unserer Rückkehr nach Namibia und einer Nacht im Chobe River Camp näherten wir uns dem wildesten Teil der Reise. Über das Nambwa Camp am Kwando River und die luxuriöse Riverdance Lodge tasteten wir uns an die Herausforderung heran: den Khaudum Nationalpark. Der Khaudum ist berüchtigt für seinen Tiefsand. Die Fahrt zum Khaudum Camp und weiter zum Sikereti Camp forderte Mensch und Maschine, schweißte uns als Gruppe aber noch enger zusammen. Wir meisterten die sandigen Pisten im Konvoi. Die Belohnung war eine unberührte Wildnis, wie man sie heute nur noch selten findet – inklusive spannender Elefantenbegegnungen direkt am Camp.
Kultur und Ausklang
Nach dem Sandabenteuer tauchten wir bei Grashoek in die Kultur der San ein. Das „Living Museum“ der Ju/’Hoansi gab uns einen faszinierenden, respektvollen Einblick in die uralten Traditionen der Buschleute. Unsere letzte Station war die Frans Indongo Lodge in der Nähe von Otjiwarongo. Auf der Terrasse ließen wir bei einem letzten gemeinsamen Dinner die ereignisreichen drei Wochen Revue passieren, bevor es zurück nach Windhoek ging.
Fazit: Die „Wet & Wild“ Tour 2024 war eine perfekte Mischung aus Herausforderung und Genuss. Wir haben gelacht, im Sand geschaufelt (oder zumindest die Luft angehalten), gestaunt und Namibia von seiner grünsten Seite erlebt. Ein riesiges Dankeschön an unsere tolle Truppe – es war uns ein Fest!
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