WOW 2025

WOW 2025

WOW Tour 2025: 15.000 Kilometer echte Expedition – Ein Roadtrip, der Spuren hinterlässt

West-Ost-West: Auf den historischen Spuren von Paul Graetz

Vergiss alles, was du über pauschale Safari-Reisen weißt. Die WOW Tour 2025 war kein Urlaub zum Ausruhen, sondern ein gewaltiges Unterfangen, ein logistischer Kraftakt und ein Abenteuer, das dir alles abverlangt. Über 70 Tage folgten wir den Spuren des deutschen Automobilpioniers Paul Graetz, der Afrika vor über 100 Jahren als erster Mensch im Auto durchquerte. Die Route? Einmal vom kalten Atlantik bis zum tropischen Indischen Ozean und wieder zurück. Knapp 15.000 Kilometer durch sieben Länder, fernab von Komfortzonen. Den kompletten, ungeschönten Tourverlauf kannst du dir auf Polarsteps ansehen.

Geplant wurde dieses Mammutprojekt von Bwana Tucke-Tucke. Für das leibliche Wohl und die Nervennahrung sorgten Maike und Chrigu von zebra.reisen. Sie hatten den wohl härtesten Job der Tour: Die Versorgung des Trosses sicherzustellen – egal ob im tiefsten Busch, während einer Treibstoffkrise oder in Dörfern, wo man „Supermarkt“ erst gar nicht suchen muss.

Der Start: Schlammschlacht statt Wüstenstaub

Los ging es im April 2025 in Namibia. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto in Windhoek und dem Startschuss in Swakopmund (inklusive Nebel und Braai am Strand) wurde es schnell ernst. Statt die bequeme Hauptroute zu nehmen, bogen wir hinter Grootfontein ab in das wilde Nyae-Nyae-Gebiet bei Tsumkwe.

Was als staubige Piste geplant war, entpuppte sich als erste harte Bewährungsprobe. Heftige Regenfälle hatten die Wege in eine Schlamm- und Wasserlandschaft verwandelt. Fahrzeuge sanken bis zur Achse ein, Bergegute waren im Dauereinsatz. Hier hast du sofort gemerkt: Das ist eine Expedition. Wer hier durchkommt, wächst als Team zusammen.

Hinreise: Wildnis, Mechanik und Elefanten

In Botswana tauchten wir tief in den Busch ein. In Maun legten wir den ersten Reparaturstopp ein (neue Kohlebürsten für die Lichtmaschine), bevor es über Moremi und die berüchtigte Sand Ridge beim Savuti nach Norden ging. Elefantenherden, Löwen und das unberechenbare Wasser des Okavango-Systems bestimmten den Takt.

Der Grenzübertritt nach Sambia über die Kazungula-Brücke war eine Geduldsprobe (Softwareprobleme beim Zoll hielten uns Stunden auf), aber die Fahrt durch den wilden South Luangwa Nationalpark und ein überraschendes Treffen mit Afrika-Veteranen machten das wieder wett.

Malawi und Tansania: Bananen, Chaos und das Ziel

In Malawi, dem „warmen Herzen Afrikas“, zeigte sich der Kontinent von seiner unberechenbaren Seite: Treibstoffmangel. An den Tankstellen bildeten sich riesige Schlangen, Diesel war Goldstaub. Trotzdem war die Fahrt entlang des Malawisees ein Highlight – auch wenn die Straßen teilweise weggebrochen waren und man höllisch aufpassen musste, nicht von LKWs von der Piste geschoben zu werden.

Je weiter es nach Norden ging, desto anspruchsvoller wurde die Logistik. In Tansania wurde die Versorgung zur täglichen Herausforderung. Es gab keine Supermarktketten; Maike und Chrigu mussten auf lokalen Märkten improvisieren. Was uns dabei rettete? Bananen. Unmengen an Bananen. Sie waren überall – am Straßenrand, auf Fahrrädern, auf LKWs. Sie wurden zu unserem Hauptnahrungsmittel auf dem Weg zur Küste.

Nach Verkehrschaos in Morogoro und Zwangspausen wegen Präsidenten-Kolonnen erreichten wir Dar es Salaam. Das Ziel war erreicht: Der Indische Ozean! Wir nutzten diesen Meilenstein für eine Atempause auf Sansibar. Stone Town, Gewürztouren und Strand waren Balsam für die Seele nach wochenlangem Rütteln auf Wellblechpisten.

Rückreise: Ein Unfall und viel Improvisationstalent

Kaum zurück auf dem Festland, zeigte Afrika wieder Zähne. Bei Mlandizi rutschten wir auf regennasser Fahrbahn in einen unbeleuchteten Lastwagen. Unser „Troopie“ war übel zugerichtet – ausgerechnet direkt vor einer Polizeistation. Doch was wie ein Albtraum begann, zeigte den wahren Geist Afrikas: Mit Hilfe der Polizistin Rose bestellten wir Ersatzteile in Dar es Salaam, die per Tuk-Tuk geliefert wurden. Mit Hammer, Brechstange und viel Improvisation wurde die Motorhaube wieder in Form gedengelt – und das Fahrzeug hielt durch.

Über historische Pfade (Malagarasi-Fluss) ging es an den Tanganjikasee und zu den Schimpansen im Gombe Nationalpark. Den Rückweg durch Sambia wählten wir bewusst abseits der Hauptrouten im Norden, vorbei an den Kapisha Hot Springs und dem Shiwa Ng’andu Estate – grün, ursprünglich und einsam.

Simbabwe: Parkkrallen und ein lauter Knall

An den majestätischen Viktoriafällen gab es den nächsten Schreckmoment: Während einer langsamen Fahrt durch den Ort kam es zu einer Gasverpuffung in unserem Anhänger. Ein lauter Knall, aber Glück im Unglück – es ging glimpflich aus und der Hänger wurde vor Ort geschweißt.

Die Fahrt durch den Hwange Nationalpark erinnerte landschaftlich stark an Botswana. In Bulawayo lernten wir dann die lokale Bürokratie kennen: Für einen 10-Minuten-Einkauf bekamen wir eine Parkkralle verpasst. Eine zweistündige Geduldsprobe, bei der uns viele Einheimische unterstützten und sich für die Abzocke entschuldigten.

Südafrika-Detour und das magische Finale

Überraschend führte die Route für einen Abstecher nach Südafrika. Der Kontrast hätte nicht größer sein können: Nach Wochen im Busch genossen wir Zivilisation, Shopping und Infrastruktur rund um den Pilanesberg Nationalpark – inklusive einem Besuch im „Brauhaus Afrika“.

Die letzte Etappe führte zurück nach Botswana. Ein absolutes Highlight war der Abstecher in die Makgadikgadi-Salzpfannen und zur mystischen Kubu Island. Die Fahrt über die endlose, weiße Ebene und der Sonnenuntergang zwischen den riesigen Baobabs waren magische Momente der Stille.

Nach einem Stopp im Khama Rhino Sanctuary ging es durch die Kalahari bei Ghanzi zurück nach Namibia. Über Steinhausen schlossen wir in Windhoek den Kreis. Doch das Abenteuer endete erst ganz am Schluss: Zurück in Swakopmund am Atlantik, 70 Tage nach dem Start, zogen wir mit dem Troopie noch schnell einen festgefahrenen BMW aus dem Sand.

Fazit

Die WOW Tour 2025 war laut, staubig, anstrengend und voller unvorhersehbarer Wendungen. Du ziehst Fahrzeuge aus dem Schlamm, reparierst Unfälle mit dem Hammer, löst Logistik-Puzzle und sitzt abends an Lagerfeuern, die du für kein Geld der Welt buchen kannst.

Dank der Führung von Bwana und der unermüdlichen Versorgung durch das Team von zebra.reisen wurde aus einer verrückten Idee Realität: Einmal quer durch Afrika und zurück. Authentisch, bodenständig und absolut echt.

Mehr Bilder, Videos und die gesamte Route auf unserem Polarsteps


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